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In-unserer-Mitte

In unserer Mitte
Gespräche mit syrischen Geflüchteten
Herausgegeben von Susanne Abbrederis und Cordula Fink-Schürmann

Mit Beiträgen von Christiane Gibiec, Dieter Jandt, Torsten Krug, Dorothea Müller, Sibyl Quinke, Hermann Schulz und Helge Lindh
In Zusammenarbeit mit den Wuppertaler Bühnen
Die Besonderen Hefte
Heftbroschur mit Schutzumschlag
72 Seiten, 2017, handgeheftet, EUR 6.50
ISBN 978-3-943940-37-4





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»Zunächst kamen sie immer mal wieder und haben gesagt:
Du kommst aus Idlib, du bist nicht von hier.
Warum gehst du nicht zurück?
Was willst du überhaupt hier?
So haben die Probleme angefangen.«



Die Wuppertaler Bühnen wollten als Schauspiel das Selbstverständliche tun: Geflüchteten Menschen einen Ort in Wuppertal anbieten, an dem Kunst und Kultur im Mittelpunkt stehen, Freiräume sowie Denk- und Treffpunkte existieren: Das Theater.
An sechs Abenden gab es verdichtet hochspannende, emotionale und informative Auseinandersetzungen mit der Welt der Neuangekommenen. Autorinnen und Autoren widmeten sich tastend den vielen mitgebrachten Geschichten, den teilweise unfassbaren Schicksalen.
Sie stehen in diesem Besonderen Heft im Mittelpunkt.


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Vorwort der Herausgeberinnen

Mit unseren beiden Reihen »In unserer Mitte: Wir erzählen um unser Leben« (2015/16) und »Flüchtige Welt. Labor für Neuland« (2016/17) wollten wir als Schauspiel das Selbstverständliche tun: Geflüchteten Menschen einen Ort in Wuppertal anbieten, an dem Kunst und Kultur im Mittelpunkt stehen, Freiräume sowie Denk- und Treffpunkte existieren: Das Theater. 
Durch die in Wuppertal gegründete Initiative »In unserer Mitte« von Helge Lindh war ein rascher Anknüpfungspunkt gegeben. Die angefragten Autorinnen und Autoren waren interessiert und widmeten sich, neben den vielen Unterstützenden aus unterschiedlichen Bereichen des Theaters, tastend den vielen mitgebrachten Geschichten, den teilweise unfassbaren Schicksalen. 
Erste Freundschaften zu Geflüchteten entstanden, Blickweisen veränderten sich, Klischees und Vorurteile mussten hinterfragt werden.
   Durch das spontane Angebot der ersten Spielzeit, wollten wir die polarisierende Blickweise aufbrechen, in Geflüchteten entweder ausschließlich bedauernswerte Opfer oder aber anmaßende Wirtschaftsimmigranten zu sehen, die eindringen, um Jobs, Häuser und Frauen zu nehmen. 
 Die erste Spielzeit stand zunächst unter dem Eindruck der vielen Geschichten der Neuankömmlinge, die gemeinsam mit den Autor_innen notiert wurden. Sie stehen in der vorliegenden Veröffentlichung im Mittelpunkt. In der zweiten Spielzeit kuratierten die beteiligten Autor_innen zwischen dem 2.Oktober 2016 und dem 26. Mai 2017, mit der professionellen dramaturgischen und technischen Unterstützung des Theaters, je einen Abend. Der Fokus lag auf kulturellen, künstlerischen, sozialen und politischen Themen.
 An sechs Abenden gab es verdichtet hochspannende, emotionale und informative Auseinandersetzungen mit der Welt der Neuangekommenen. Die Themen reichten von der Literatur der Bergvölker (4.Oktober 2016, Hermann Schulz, Helim Yusiv), über Literatur und Musik in Syrien (4.November 2017, Christiane Giebic), dem deutsch-kurdischen Film »Memories of Stone« (23.Februar 2017, Dieter Jandt), einem »Best of: Ich bin Du, Du bist Ich« mit und von immigrierten Künstlerinnen und Künstlern (17. März 2017, Helge Lindh), den ermutigenden Beispielen, das Unterstützung nicht leicht, aber leistbar ist (7. April 2017, Torsten Krug, Dr. Cordula Fink-Schürmann) unter dem Titel »Was Helfen mit Helfenden macht« bis zum letzten Abend der Reihe »Visionen. Syrische Frauen erzählen.«(26.Mai 2017, Dorothea Müller). Jeder Abend ergab neue Aspekte, zeigte Perspektiven auf und brachte vertiefende Einsichten auf beiden Seiten. So konnten Klischees und Vorurteile aufgebrochen werden, Freundschaften geknüpft, Querverbindungen hergestellt und Wege aufgezeigt werden. Und wir erfuhren einmal mehr aus erster Hand, wie entsetzlich und überflüssig Kriege sind, welch unfassbares Leid sie bringen.
Die Reihe sprach sich herum und führte dazu,  dass viele Menschen nun begonnen haben, auch lange Wege auf sich zu nehmen, um den Ort des Theaters als Diskursort für sich in der Gemeinschaft mit anderen zu entdecken. Wir entdeckten talentierte Übersetzerinnen und Übersetzer, Autorinnen und Autoren, viele wunderbare Menschen, aber auch viel Widersprüchliches und vieles, was einer Lösung auf politischer Ebene bedarf, damit Engagements nicht versanden. 
So zeigt das Theater als Diskursort einmal mehr, welche Kraft in ihm steckt.
Wir danken allen Beteiligten aus nah und fern, allen Autorinnen und Autoren, den Gastgeberinnen und Gastgebern für unser aller/ihr Engagement. Für die Unterstützung zur Finanzierung von Räumlichkeiten und Übersetzerarbeiten danken wir der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, der Stadtsparkasse Wuppertal und dem Lions-Club Wuppertal.
Für die solidarische Begleitung des Projektes und dieser Publikation sei dem Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V. gedankt.

Ihre Susanne Abbrederis und Dr. Cordula Fink-Schürmann














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Literarische Texte und Texte zur Literatur


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Info:



In unserer Mitte

Die Autorinnnen und Autoren:
Susanne Abbrederis, geboren in Bregenz/ Österreich, Studium in den USA, langjährig leitende Dramaturgin und Schauspielintendantin an diversen Sprechtheatern in Österreich und Deutschland, u.a. Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart, Volkstheater Wien, Schauspiel Essen, Bühnen der Stadt Wuppertal. Diverse Projekte für den ORF, für das Parlament der Republik Österreich, Literaturprojekte, Festivalleitung für osteuropäischen Theateraustausch etc.

Cordula Fink-Schürmann studierte Theater-, Film- , und Fernsehwissenschaften, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Köln, Heidelberg und Wien. Promotion zum Thema Gesellschaftliche Literalität. Zahlreiche auch interdisziplinäre Projekte im Bereich Theater und Bildende Kunst. Dramaturgin an Bühnen im In- und Ausland: u.a. Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart, National Theatre London.

Christiane Gibiec ist Mitglied im Schriftstellerverband (VS) Bergisches Land; Autorin von historischen Romanen (Türkisch Rot u.a.) und Biografien (else blau) u.a.). Sie lebt in Wuppertal.

Dieter Jandt ist Journalist und Autor von Features, Hörspielen und Reportagen für den Rundfunk. 2008 erschien der Kriminalroman »Rubine im Zwielicht«, 2015 der Kriminalroman »German Cop« im Oktober-Verlag, 2013 das Buch »Ist das der Mekong?«, edition dpe. Seit 2015 Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift Karussell.

Torsten Krug ist Theaterregisseur, Autor und Musiker, er lebt in Wuppertal. Redakteur der Literaturzeitschrift KARUSSELL.

Helge Lindh, geboren am 6.12.1976 im »Kapellchen« (Krankenhaus St. Josef / Wuppertal), Sohn einer deutschen Mutter aus thüringisch-ostwestfälischer Familie und eines finnischen Arbeitsmigranten aus der finnschwedischen Minderheit. Studium Neuere Deutsche Philologie, Germanistische Sprachwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte einschl. Landesgeschichte, Soziologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Landtag NRW.

Dorothea Müller lebt als Autorin in Wuppertal, sie ist Mitglied im VS (Verband deutscher Schriftsteller Bergisches Land). Sie arbeitete mit Kindern an Schulen und anderen Einrichtungen. Wichtige Veröffentlichungen:»Als der Supermarkt noch Tante Emma hieß«; »Tom. Eine Knastgeschichte«; » Ich und Du. Ein interkulturelles Kinderbuch«; »Netz über dem Abgrund«. Gedichte und Prosa.

Sibyl Quinke ist promovierte Apothekerin. Sie vergiftet leidenschaftlich gerne ihre Opfer und dokumentiert das in ihren Regionalkrimis. Die gebürtige Freiburgerin schreibt Artikel für die Bergischen Blätter. Sie ist Mitglied im Schriftstellerverband, dem SYNDIKAT sowie bei den »Mörderischen Schwestern«. 2016 erhielt sie das Stipendium »Tatort Töwerland«.

Hermann Schulz war 34 Jahre Verlagsleiter und lebt heute als Autor von Kinder- und Jugendbüchern in Wuppertal. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im VS (Verband deutscher Schriftsteller).




Die Besonderen Hefte
Die Besonderen Hefte werden in der Werkstatt des NordPark Verlages gesetzt, in kleinen Auflagen auf dem chlor-, säurefreien und alterungsbeständigen Geese Werkdruckpapier Alster gedruckt, handgefalzt und hand(faden) geheftet und in feines Geese-Vorsatzpapier PASSAT eingeschlagen.


Jedes Heft ein Unikat und Sammlerstück
zu beinahe strafwürdig niedrigen Preisen.
(Musenblätter)







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