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Karl Otto Mühl:
Lass uns nie erwachen.

Gedichte
76 S, 2008, EUR 10,50
ISBN 978-3-935421-21-8
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Die neuen Gedichte von Karl Otto Mühl schauen auf ein lang gelebtes Leben zurück und lassen es aufleuchten in lakonisch knappen Versen, in denen kein Besserwissen, schon gar nicht Bitterkeit zu finden ist, sondern Nachsicht, Weichheit, Melancholie und die Trauer vieler Abschiede.

»Und nun wundert man sich, dass sich in dem stillen Beobachter und sanftbissigen Chronisten des Angestelltenlebens ein lyrisches Ich gemeldet hat. Liest man aber seinen ersten Roman ›Siebenschläfer‹ genau und nach der Lektüre der Gedichte noch einmal, so stellt man fest, es war da schon da, dieses Ich, und es geht um nichts anderes als um dieses Ich.« (Jörg Aufenanger)





Leseprobe

Abendstimmung
Wenn der Abend weiße Blitze
durch die dunklen Zweige schickt
streckt das Dunkel seine Arme
aus dem Dickicht nach uns aus

Wenn wir sinken werden wir
endlos sanft hinausgeleitet
träumen uns
doch sind wir uns
lange schon hinweggenommen

Die Gedanken springen krus
ziellos auf der Mondlichtweide
lass uns nie erwachen Traum
blutend in dem Weidenzaun



Gestern
Es ist geschehen
gestern noch
Nackte frierend
im rauen Beton

Im Bunkerfenster
Winterlicht
verkündet den Tod

Das Unfassbare
es ist geschehen
der Gott des Mitleids
verhüllte sein Haupt



Kleiner Vogel
Kleiner Vogel
um mich herum
bist du geschwirrt

Winziges Auge
glitzerte braun
zwitschertest hell

Wie Silber
im Morgenlicht

Flogst fort
als mein Lächeln
erstarb

Nun seh ich wieder
Stäbe
um mich



Wunsch
So müsste es sein
ich klopfe ans kupferne Tor
und wenn es aufschwingt
leuchten die Wände
geädert mit Gold

Tief dröhnt ein Gong
durch mein Herz
und nie mehr nie
Angst Trübsinn
und Überdruß



Ein Freund
Wie kommt man nach oben
er fand den Weg
den Weg steil dorthin
wo uns die Wolken umarmen
und wiegen

Gesicht aus Leder
fehlender Zahn
aber der Blick
so warm wie der
eines liebenden Hundes

Kenne keinen
der ihn nicht mag
nur schade sagen sie
zwei Flaschen Wein
am Abend
sind auf die Dauer zuviel



Winterfreuden
Jetzt kommt der Winter
ich freu mich
an einem Stapel
aus frischem Holz
An deinem Gesicht
in den Flocken
dieWangen kühl
und rot
dass es immer so bleibt
verspricht jedes Scheit
Und auf dem Gipfel
der knatternde Wind



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Literarische Texte und Texte zur Literatur


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Info zu
Karl Otto Mühl


Bibliographie zu Karl Otto Mühl von Dr. Uwe Eckart
(doc)

Jörg Aufenanger zu Gedichten von Karl Otto Mühl

Info-Flyer Mühl (pdf)


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Bücher im NordPark Verlag:
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Inmitten der Rätsel
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Weiterführende Links:
Musenblätter zum 85.
Wikipedia
Verlag der Autoren
Westfälisches Literaturbüro
Perlentaucher
Deutsches Literatur-Archiv
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